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Lange bevor Ergotherapie als Beruf anerkannt war, wussten Nonnen und Diakonissen um die heilsame Kraft der Beschäftigung. Doch der Weg von dieser Einsicht zur professionellen Anerkennung war in der Schweiz lang, steinig – und zutiefst frauenpolitisch. Inspiriert von internationalen Standards und getragen vom unermüdlichen Einsatz engagierter Pionierinnen begann ab den 1950er-Jahren der Kampf um die Professionalisierung der Ergotherapie. Ein Kampf um Ausbildung, Anerkennung, gerechten Lohn – und um Gehör, in einer Zeit, in der Frauen anfänglich noch kein Stimmrecht hatten.
Erica Kuster zeichnet in diesem Buch die berufspolitische Geschichte der Schweizer Ergotherapie von 1953 bis 2023 nach. Gestützt auf umfangreiche Archivarbeit und persönliche Erfahrungen erzählt sie von Errungenschaften und Rückschlägen, von Solidarität und Widerstand. Als Präsidentin und spätere Geschäftsführerin des Berufsverbands war sie selbst Teil dieser Geschichte. Ergänzt durch Stimmen von Mitstreiterinnen und der jüngeren Generation entsteht das vielschichtige Porträt einer Profession, die sich ihren Platz erkämpft hat – und deren Geschichte weit über das Berufsfeld hinausweist.
Eine Geschichte von Beharrlichkeit, Gerechtigkeit und weiblicher Selbstermächtigung – und ein Buch, das Mut macht.
